Freitag, 17. Oktober 2008

Profi-Radsport

Soll ich mich zu diesem Thema noch einmal äußern?

Vielleicht ein letztes mal!

Nach den jüngsten Dopingfällen hat gestern die ARD ihren Austritt aus der Live-Berichterstattung der Tour 2009 verkündet.
Das ZDF will hier nachziehen.
Die Deutschlandtour wird 2009 nicht stattfinden.

Auslöser waren die jüngsten Dopingvorfälle im Team Geroldsteiner.
Die Fahrer Schumacher und Kohl wurden des Dopings mit einem neuen EPO-Mittel überführt.
Wie naiv oder skrupellos muss man als Radprofie sein, um nach wie vor zu Dopen?

Oder ist es der Profi-Radsport selbst, der dies fördert?
Auf der anderen Seite lassen Länder wie Spanien ihre Profis relativ unbehelligt.

Nun wird sogar der 7 malige Toursieger Lance Armstrong nächstes Jahr ins Renngeschehen wieder eingreifen.
Ein Fahrer, der zwar nie des Dopings überführt wurde.
Jedoch wurden Proben aus den 90 ziger Jahren analysiert, die zumindest verdächtig waren.

Welches Fazit ziehe ich heraus?
Fahre lieber selbst Rad, das ist gesund.
Profi-Radrennen werde ich mir wohl nicht mehr ansehen!

Dienstag, 30. September 2008

Banken, Pleiten und kein Ende

Im Mai hatte ich bereits einen Beitrag mit Bezug "Bankenpleiten"verfasst.
Ich fürchte, das Thema wird uns alle noch eine Weile begleiten.

Mit welcher Naivität, oder besser gesagt, mit welcher Skrupellosigkeit diese Pleiten verursacht wurden treibt mir die Zornesröte ins Gesicht.
Anscheinend lässt die reine Geldgier alle Vorsicht schwinden.

Wer die Zecht letztendlich zahlt dürfte auch klar sein.
Keinesfalls Bank-Manager.

Vielleicht sollten die Herren doch auch mit ihrem Privatvermögen anteilsmäßig haften.
Das würde eventuell etwas mehr gesunden Menschenverstand wallten lassen, sofern vorhanden.

Übrigens auch in anderen Branchen.

Mittwoch, 21. Mai 2008

Banken, Pleiten, Pannen

Es geht auch anders!
Heute in der Frankfurter Rundschau, ein kleiner Beitrag über das familiengeführte Bankhaus Metzler.
Seit nunmehr 334 Jahren existiert das Bankhaus und hat sich in seiner Finanzpolitik einer gewissen Tradition verpflicht.
Nicht das schnelle große Geld ist gefragt, nein, Langfristigkeit, kleine aber kontinuierliche Schritte.

Für viel altmodisch, überholt.
Mag sein, aber es hat sich bewährt. Für das Bankhaus und seine Kunden gerade jetzt in der herrschenden Bankenkriese.

Gemäß der heute geltenden Devise schnelles Geld, Gewinnmaximierung hat es einige der Großen eiskalt erwischt.
Nun könnte ich ja einer gewissen Schadenfreude frönen, wenn - ja wenn da nicht ein schaler Nachgeschmack bliebe.
Die vielen Millionen Euros, die so mancher (Landes) Bankenchef verschludert hat, mit denen man übrigens recht leicht den Rentner einen üppigeren Rentenanstieg finanzieren hätte können, zahlen wir wieder zurück. Der Steuerzahler zahlt die Zeche für diese Höhenflüge.

Daher kann man das Bankhaus Metzler zu seiner soliden Finanzpolitik nur beglückwünschen und hoffen, dass auch künftig die Vernunft über reine Profitgier siegt.

Sonntag, 16. September 2007

Sterbeversicherung

So, nun ist es also so weit.
Nach Meinung von verschiedenen Versicherungsgesellschaften gehörte ich nun der Zielgruppe an, denen man Sterbe-Versicherungen anbieten muss.
Sterbe-Versicherung!
Muss ich denn nun gesondert eine Versicherung abschließen, dass ich dann sterben kann?
Nein Danke, die schließe ich garantiert nicht ab, dann bin ich unsterblich.

In Wirklichkeit geht es natürlich darum für die Hinterbliebenen zu sorgen.
Hallo, nannte man solche Versicherungen nicht früher Lebensversicherungen?
Das klingt doch viel optimistischer.

In einem Versicherungsprospekt, dass ich letztens zugesendet bekam, stand als Fazit:
Dann lebt es ich leichter (nach Abschluss)
Ich lass jedoch zuerst:
Dann stirbt es sich leicht!

Prost Mahlzeit!

Mittwoch, 29. August 2007

Radsport Teil II

Nun ist es schon über ein halbes Jahr her, dass ich mich hier über den Radsport äußerte.
Meine schlimmsten Befürchtungen wurden sogar noch übertroffen.
Nicht nur die Dopinggeständnisse, nein auch der Umgang der Veranstalter, der UCI und der Profiemannschaften selbst geben einem nicht gerade das Gefühl, es könnte eine Zukunft für diesen Sport geben.

Die Geständnisse der halben Telekom-Mannschaft aus den 90ziger Jahren (oder waren es alle?- ach nein, einer hat ja nicht gedopt) konnten schon verblüffen. Die Systematik, in der sogar die Ärzte des Teams eingebunden waren, ist schon erschreckend.
Naiv, wer glaubt in anderen Mannschaften und Teams wäre es in dieser Zeit mit rechten Dingen zugegangen. Man darf nur an FESTINA erinnern!

Und heute.
Den deutschen und den französischen Teams mag man ja noch die Bemühungen um einen sauberen Sport abkaufen.
Was ist aber mit den italienischen, den spanischen und......

Die Weltmeisterschaft in Stuttgart steht an. Lange umstritten, ob sie überhaupt stattfinden soll.
Interessant sich mal die Sieger anzusehen!
Ob da auch noch deutsche und französische Fahrer mithalten können?

Freitag, 23. Februar 2007

Radsport auf Talfahrt?

Profie-Radsport, wohin fährst Du.

Die lang anhaltenden Diskussionen, Anschuldigungen und Verfahren in den aktuellen Dopingfällen sind schon eine schwere Belastung. Nun kommen noch die Streitereien zwischen der UCI und den Veranstalter vieler Profie-Rennen der ASO (Tour de France), RCS (Giro) und Unipublic (Vuelta) hinzu.

Zur Verschärfung hat nach meiner Ansicht auch der Umgang mit den des Dopings-Vergehens beschuldigten Radsportlern geführt.
Die Veranstalter, die naturgemäß ja auch den kommerziellen Erfolg der Rennen im Auge haben, fürchtet den Verlust der Sponsoren und der Öffentlichkeit.
Es ist allerdings auch schwer nach zuvollziehen, wenn Faher die z.B kurz vor der letztjährigen Tour gesperrt wurden, nun wieder in Profieteams fahren und eine Lizenz besitzen. Das lang anhaltende Verfahren im Doping-Skandal um den spanischen Arzt Fuentes trägt zudem nicht zur Stärkung und zu einem Neubeginn im Profieradsport bei. Solange hier nicht alle Fakten den jeweiligen Landesverbänden und den ermittelden Behörden zur Verfügung stehen wird es keine Ruhe geben.
Was ist, wenn einer der nun fahrenden verdächtigen Fahrer Rennen gewinnt?
Und was, wenn er dann doch irgendwann des Dopings für schuldig befunden wird?
Welch makaberes Schauspiel und welche verworrenen Situationen dies herauf beschwören kann lässt sich am Fall Floyd Landis erahnen. Landis wurde bei der letzjährigen Tour des Dopings überführt und nach Analyse der B-Probe gesperrt. Die neusten Informationen vermuten einen Verfahrensfehler bei der Analyse der Proben.
Das könnte zu einem Freispruch für Landis führen.

Sollte dies zutreffen könnte es die Argumente der Veranstalter bekräftigen. Teams mit "problematischen Fahrern" werden nicht zu Rennen eingeladen
Auf der anderen Seite baut die UCI Druck auf, in dem sie den Pro-Tour Teams generell den Start bei Rennen der o.g. Veranstalter untersagt will.
Welch verkehrte Welt eine Tour, Giro oder Vuelta nur mit Teams aus der zweiten Reihe, ohne Pro-Tour-Teams?

Das alles kann nicht im Sinne des Sportes stehen. Schon lange gelten hier andere Spielregeln. Sperren werden per Gerichtsbeschluss aufgehoben, Labore werden Verfahrensfehler vorgeworfen. Für jeden aussenstehnden Betrachter erweckt das den Anschein, dass man mit den entsprechenden chemischen und juristischen Mitteln alles erreichen kann.

Wo führt das hin?

Montag, 29. Januar 2007

Ältere Arbeitnehmer

Die Bundesregierung, in Person von Franz Müntefering, starten nun die Initiative 50 plus.
Hört sich im ersten Moment wie ein neuer Telefontarif an.
Gemeint sind jedoch ältere Arbeitnehmer über dem 50 sten Lebensalter.

Entschuldigung, aber irgendetwas stimmt hier nicht!
Nicht erst ab heute, nein schon die ganzen letzten Jahre

Erinnern wir uns einmal, vor einigen Jahren ging das Ganze noch so ab:
Jeder hatte seine Arbeit und war froh,wenn er , die damals geltende, Altersgrenze 65 erreichte.
Vollbeschäftigung gab es auch damals noch nicht.
Viele der Arbeitnehmer/in erreichten das Rentenalter nicht.
Das war noch die sogenannte Kriegsgeneration, bzw. die Nachkriegsgeneration.
Die Belastungen dieser Zeit, dem Kriegstribut (so hart das jetzt auch klingen mag) mussten viele ihre Leben und wenn sie den Krieg überstanden hatten, ihre Gesundheit opfern.

Dann kamen die Jahre, in denen die neuen Arbeitsplatzmodelle aufkamen.
Falls ich mich recht erinnere, fing die Automobilindustrie damit an.
Die Umsätze stagnierten, man suchte nach Lösungen.
So kam es zu den Vorruhestandsregelungen.
Viel Arbeitnehmer aus dem o.g. Industriezweig wurden mit Abfindungen, über einen kurzen Weg Arbeitslosigkeit, in den Ruhestand geschickt.
Teilweise schon mit 58 Jahren.
Klar, dass andere Industriezweige da nachzogen.
So entwickelte sich eine Kultur, die immer mehr (jüngere) Rentner hervorbrachte, denen immer weniger aktive Arbeitnehmer gegenüberstanden.
Auch eine Kultur mit neuen Schlagwörtern.
Automatisation, Globalisierung, Lohnnebenkosten.
Worte, die man früher nicht kannte.
Begriffe, hinter denen man viel verstecken konnte.
An diese, für die Industrie gut funktioniernden Mechanismen -älter Arbeitnehmer schicken wir nach Haus- Junge stellen wir erst gar nicht ein, haben wir uns doch gewöhnt
Oder liege ich hier falsch.
Wo bleibt denn der Aufschrei der Massen?

Nun hat unser Regierung das Rentenalter hoch gesetzt. Nach einer Übergangszeit dürfen wir bis 67 arbeiten.
Tja Pech nur, dass ältere Arbeitnehmer immer mehr aus dem Berufsleben gedrängt werden.

Aber da kommt ja jetzt Kollege Müntefering und richtet das mit seiner Initiative!!

Super, da kann ja bald nichts mehr Schief gehen.
Wir Alten (ja ich gehöre auch zu dieser Gruppe) malochen bis 67, die Jungen bekommen dafür Hatz IV
Die Welt ist doch gerecht.
Oder, Kollege Müntefering, verbirgt sich dahinter nicht doch eine verschleierte Rentenkürzung.
Dann haben die Kollegen Gewerkschaftler recht, wenn sie nun auf die Barikade gehen.

Kommt er jetzt doch, der Aufschrei der Massen??

Sonntag, 14. Januar 2007

Radsport 2007

Fing nicht gut an, das neue Radsportjahr.

UCI und die Veranstalter der großen Rennen ziehen vor den Kardi.
Die Profimanschaften können sich über eine einheitliche Regelung zu Fahrern unter Dopingverdacht nicht einigen.
Sehr Schade.
Eine Gelegenheit wieder verpasst.
Man sieht, das Geld und der Druck der Sponsoren lässt grüßen.
Ich finde es persönlich sehr Schade, dass Milram sich nicht auf die Seiten der anderen beiden deutschen Profieteams gestellt hat.
Jetzt fahren also Sportler, die im dringenden Verdacht stehen einen unsauberen Sport zu pflegen, wieder in namhafte Teams.
Sie können an den großen Rundfahrten und den UCI-Rennen an den Start gehen.
Unglücklich auch die Handhabe der spanischen Behörden im Fall Fuentes.
Okay, ein laufendes Verfahren, da wird die Justiz zuerst einmal ihre Anklage durchbringen wollen.
Kann aber bedeuten, dass vielleicht nach einem oder zwei Jahre dann die Dokumente zur Verfügung stehen und Fahrer überführt werden, die jetzt munter weiter ihre Kreis im Rennzirkus drehen.
Für den Radsport ist das tötlich!
Die Glaubwürdigkeit bleibt aussen vor und viele werden bei den Siegern in diesme Jahr zweifeln, ob das alles mit rechten Dingen zugeht!
Ulrich, Basso und Co haben sich meiner Meinung einen Bärendienst erwiesen.
Die Meinung Ulrichs, keinen Bluttest durchführen zu lassen um sich nicht auf die gleiche Stufe wie Schwerverbrecher zu stellen, kann ich nicht teilen.
Habe ich nichts zu verbergen, kann ich auch getrost einen Test machen lassen.
immerhin geht es um seine Existens.
Nicht nur das.
Das Ganze hat jetzt Dimensionen erreicht, da geht es um den ganzen Radsport.
Und, mein lieber Ulrich, wenn ich das hier so einmal schreiben darf, unter solchen Umständen dürfte ein Bluttest durch aus angemessen sein.
Es gibt da meiner Meinung nach auch eine Verpflichtung gegenüber den Radsportfans!
Ganz zu Schweigen von dem Image, das man sich hier zulegt.
Denn letztendlich sagt wohl jeder "Normalsterbliche " "tja, da wird was dran sein, an den Doping-Vorwürfen und der Anwendung von nicht erlaubten Methoden"

Fernsehprogramm

Ja es ist ein leidiges Thema, unsere Fernsehprogramme

Erst kürzlich hatte ich einen satirischen Beitrag von Olli Dietrich im Spiegel gelesen.
Der Mann hat recht und in diesem Artikel noch nicht einmal übertrieben!!

Gestern, Samstag beste Sendezeit und ich zappe mich durch die Kanäle.
Heimatmusik, heile Weltfilme, Suche des nächsten Superstars und irgend eine der unzähligen Police-Acadamy Folgen usw.

Nun gut, man könnte ja noch etwas positives daraus ziehen - schaue eben am Samstag Abend nicht "fern", mache was sinnvolles.
Aber trotzdem, ich weiss nicht.
Das kann doch nicht der Weisheit letzter Schluss sein.
Was nützen mir dann 20-30 Kanäle , womöglich noch in bester Qulität, wenn doch nur Schrott angeboten wird.
Das muss ich auch noch bezahlen.
Bei den öffentlich-rechtlichen zumindest komme ich nicht an der GEZ vorbei.
Die Privaten müsssen ihren Schrott über Werbung finanzieren. Da helfen dann die Einschaltquoten.
Das macht das Ganze ja noch schlimmer, da sehen ja wohl genug Menschen zu.
Oder- das mit den Quoten stimmt nicht.

In diesem Zusammenhang fällt mir auf: Mich hat noch nie jemand nach meinen Sehgewohnheiten ausgefragt.
"Haben Sie am samstag..."
"Nein, habe ich nicht, war mir zu blöd !!!"

Aber mich fragt ja keiner

Schade

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